Pathologie in Deutschland
Pathologie ist die Lehre und Wissenschaft von den Ursachen, der Entstehung, des Verlaufs und der Auswirkung von abnormen und krankhaften Vorgängen und Zuständen im menschlichen Körper.
Die allgemeine Pathologie beschäftigt sich mit den Grundbegriffen von Ursachen und Mechanismen der Entstehung, Verläufen und Folgen von Krankheiten, während die spezielle Pathologie sich mit Erkrankungen einzelner Organe oder Organsysteme (Organpathologie) befasst. Der Begriff pathologisch bedeutet krankhaft oder krankheitsbezogen.
Die Hauptaufgabe dieses medizinisch-diagnostischen Fachgebietes ist es, die Krankheitsursache, -art, -verläufe und -symptome des lebenden Patienten aufzuspüren. Durch eine moderne Zell- und Gewebsdiagnostik von krankhaften und abnormen Befunden trägt sie wesentlich zur nachfolgenden Behandlung des Kranken bei. Heute spielt sie eine wichtige Rolle in der Krebsvorsorge, -therapie und -forschung. Auch die Todesursachenklärung mittels Obduktion (Leichenöffnung) gehört dazu.
Arbeitsmethoden der Pathologie
In der pathologischen Anatomie werden krankhafte Gewebsveränderungen mit bloßem Auge untersucht, man spricht auch von einer makroskopischen Begutachtung.
Ferner wendet man in der Pathologie licht- und elektronenmikroskopische Verfahren an. Hier unterscheidet man als Präparate Gewebsproben, die zum Beispiel durch Biopsien und Zellproben, die durch Punktionen oder aus den Körperflüssigkeiten gewonnen werden.
Im Teilgebiet der Histopathologie werden gefärbte Gewebsschnitte untersucht. Hier finden die Immunhistochemie unter Einsatz von spezifischen Antikörpern und auch die Enzymhistochemie mit der Nutzung von Katalysatoren ihre Verwendung.
Bei der Zytopathologie wird das Zellbild der entnommenen Zellproben mikroskopisch analysiert.
Die molekulare Pathologie verwendet molekularbiologische Verfahren, hier werden zum Beispiel genetische Untersuchungen durchgeführt, die über genetische Veränderungen (Mutationen) Auskunft geben können.
Text erstellt und veröffentlicht von der Werbeagentur Büdingen am 11.05.2010
Eventuell gleichlautende Textpassagen sind rein zufällig und nicht gewollt.